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Bis der Stärkere aufhört
Bis der Stärkere aufhört

Aftandilians Argument in Kürze:

Das Leid im Jemen wird weitergehen. Davon ist der US-amerikanische Wissenschaftler Gregory Aftandilian überzeugt. Denn im Jemen würden zeitgleich zwei Konflikte ausgetragen: Ein Bürgerkrieg zwischen Rebellen und einer schwachen Zentralregierung einerseits und ein Stellvertreterkrieg zwischen Saudi-Arabien und dem Iran andererseits. Da keine der vier Seiten den Krieg beenden wolle, werde weiter gebombt, gehungert und gestorben.

Historische Ursachen

Nicht nur die Gegenwart, auch die jüngere Vergangenheit im Jemen ist blutig. Die schiitischen Huthi-Rebellen haben immer wieder gegen die Zentralregierung rebelliert – dabei aber nie so viel Land eingenommen wie im aktuellen Bürgerkrieg. Als die Rebellen 2014 auf die Hauptstadt Sanaa vorrückten, halfen ihnen Truppen von Ex-Präsident Saleh, erinnert Aftandilian in seinem Beitrag für die Internetseite des Arab Center Washington DC. Saleh hatte den Jemen lange regiert, ehe er 2011 während der Arabellion zum Rücktritt gedrängt wurde. Ein Teil des Militärs sei ihm treu geblieben und kämpfe nun an der Seite der Huthis gegen seinen Nachfolger Hadi. Der wiederum wird von Saudi-Arabien unterstützt (und wurde das lange auch von den USA). Die reaktionären sunnitischen Saudis wollten verhindern, dass Schiiten in der Region mehr Macht bekommen, analysiert Aftandilian.

„Solange der Krieg von außen befeuert wird,

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