Zurück zur Debattenübersicht
Politische Partizipation in den Sozialen Medien ist ein Mythos
Politische Partizipation in den Sozialen Medien ist ein Mythos

Das Argument in Kürze:

Es sollte das  Zaubermittel der Demokratie werden, das Web 2.0. Endlich kann man viele Menschen direkt erreichen –  vor allem diejenigen, die die Politik schon als längst verloren geglaubt hatte. Die Bürger, hoffte man, würden das Netz dann auch nutzen, um sich unmittelbar an politischen Prozessen zu beteiligen.

Doch leider sei alles anders gekommen. Aus der Zauber – zu diesem Schluss kommt der Wissenschaftler Olaf Hoffjann in einer Studie für die IG-Metall-nahe Otto-Brenner-Stiftung.

Mit Facebook zur Präsidentschaft –  mit Twitter zum Umsturz

Obamas Wahlkampfteam hatte es 2008 und 2012 vorgemacht, die Bürgerrechtler in Tunesien und Ägypten hatten es 2011 kopiert – Wähler und Massen waren ganz mühelos über Facebook und Twitter zu aktivieren. Die Euphorie schlug schnell große Wellen, die Idee vom unmittelbaren Kontakt zum Wähler war schlagartig in allen Demokratien ein Thema. Politiker schwärmten von einer ganz neuen Form der politischen Beteiligung der Bürger, der E-Partizipation.

Was leider übersehen wurde und sehr schnell zur Ernüchterung führte: Online beteiligen wollten sich nur die, die ohnehin schon ein großes politisches Interesse hatten – sei es, um den ersten schwarzen Präsidenten ins Weiße Haus zu wählen oder endlich die verhassten Regierungen in Nordafrika zu stürzen.

Möchten Sie weiterlesen?

Jetzt einen Monat The Buzzard Premium kostenfrei testen und direkt weiterlesen!

Premium-Abo testen Schon dabei? Anmelden
Bitte anmelden um Zugriff auf diese Seite zu erlangen.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.