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Die US-Sanktionen stärken Putin
Die US-Sanktionen stärken Putin

Das Argument in Kürze: Diesen Sommer haben die USA härtere Sanktionen gegen Russland im Alleingang beschlossen. Der Journalist Benjamin Bidder setzt sich mit diesen Sanktionen auseinander. Bidder sieht sie als großen Fehler: Die Trump-Regierung beschädige damit das Verhältnis zu Europa und stärke den russischen Präsidenten.

Die Trump-Regierung sanktioniert zahlreiche große russische Unternehmen, darunter auch Pipeline-Firmen, die für Deutschland wichtig sind. Denn Russland liefert uns viel Gas. Dass Trump sich nicht mit seinen europäischen Verbündeten abgesprochen hat, sei besorgniserregend: So wie der US-Präsident handele, schadeten die Sanktionen nicht nur Russland, sondern auch seinen Partnern – der EU.

Druck aus dem Ausland stärkt Putin im Innern

Außerdem ist Bidder sicher: Wenn die russische Wirtschaft durch die Sanktionen wirklich schaden nimmt, helfe das weder den Amerikanern noch den Europäern. Denn: „Wenn Russen den Eindruck gewinnen, das Ausland übe Druck auf ihre Heimat aus, scharen sie sich eher um ihren Präsidenten, selbst wenn sie ihm innenpolitisch kritisch gegenüberstehen”, schreibt er in seinem Beitrag vom Juli 2017. Das Phänomen nenne sich “defensiver Patriotismus”, so Bidder. Der Begriff stamme vom Moskauer Soziologen Michail Dmitrijew. Verhänge die US-Regierung Sanktionen, stärke sie Putins Rückhalt in Russland.

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