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Unsere Agrarexporte führen dazu, dass Menschen in der Dritten Welt hungern
Unsere Agrarexporte führen dazu, dass Menschen in der Dritten Welt hungern

Das Argument in Kürze:

Die Autoren Kerstin Lanje und Tobias Reichert argumentieren für einen verantwortungsvolleren Umgang mit produzierten Überschüssen der EU, die in Afrika verkauft werden. So wie das bisher geschehe, schade Europa afrikanischen Produzenten und hindere sie daran, eine eigenständige Wirtschaft aufzubauen.

In Burkina Faso konkurrieren lokale Erzeuger mit den viel günstigeren Importprodukten

Lanje und Reichert zeigen das am Beispiel des Marktes von Burkina Faso. 2015 wurde dorthin mehr als doppelt so viel Milchpulver geliefert als noch fünf Jahre zuvor. Problematisch sei, dass heimische Milchprodukte teurer seien als die Importe aus der Europäischen Union. Umgerechnet kostet ein Liter Milch, der aus dem importierten mit Pflanzenfett angereichertem Milchpulver hergestellt wird, etwa 34 Cent. Ein Liter Milch von den lokalen Michbauern kostet hingegen zwischen 76 Cent und 1,10 Euro. Weidetierhalter in Burkina Faso, die auf diesen Wirtschaftszweig angewiesen sind, haben daher Schwierigkeiten mit der europäischen Milchwirtschaft zu konkurrieren.

Die einzige Möglichkeit gegen die mächtige Konkurrenz zu bestehen, wäre für die lokalen Produzenten den Futtermittelanbau deutlich zu steigern, Milchkühe einzukreuzen – also Arten zu kreuzen, die mehr Milch geben – und mehr Geld und Aufwand in die Vermarktung der Milchproduktion zu investieren.

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