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Spanischer Nationalismus nimmt katalanische Interessen nicht ernst
Spanischer Nationalismus nimmt katalanische Interessen nicht ernst

Das Argument in Kürze:

Vincenc Navarro, einer der angesehensten katalanischen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler Spaniens, schildert aus seiner Sichtweise, warum sich in Katalonien in den letzten Jahren immer mehr Menschen für die Unabhängigkeit Kataloniens vom spanischen Zentralstaat einsetzen. Schuld seien der „spanische Nationalismus“ des spanischen Staates und des politischen Establishments sowie die wiederholte Beleidigung Kataloniens durch die Politik des spanischen Zentralstaats.

Spanischer Nationalismus stärkt Unabhängigkeitsbewegung

Die erste und wichtigste Ursache für die in den letzten Jahren immer stärker werdende Unabhängigkeitsbewegung Kataloniens liegt Navarro zufolge nicht an der Instrumentalisierung der Presse Kataloniens durch die katalanische Regierung. Das habe schon die letzten dreißig Jahre stattgefunden – und sei ebenfalls Gang und Gäbe in der spanischen Hauptstadt. Es liegt vielmehr am Verhalten des bourbonisch spanischen Staates und des politisch-medialen Establishments selbst. Diese würden – ohne sich dieses Umstands offenbar in ihrer gesamten Tragweite bewusst zu sein – mit ihrer Form eines „einseitigen spanischen Nationalismus“ das legitime politische Anliegen der Katalanen auf mehr Autonomie unterdrücken, indem sie ihren eigenen Nationalismus anderen überzustülpen versuchen und einzig die Nationalismen der Peripherie lautstark kritisieren – und damit die Unabhängigkeitsbewegung Kataloniens nur anfeuern.

Die aktuelle Lage Kataloniens könne demnach nur mit Blick auf die verborgende Vergangenheit verstanden werden und die „unzutreffend als vorbildlich genannte“ Transición,

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