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Deutschland wird politisch stabil bleiben
Das gesamte politische System in Deutschland wird nach rechts rutschen
(Foto: Olaf Kosinsky | Wikimedia Commons | CC BY-SA 3.0 DE )

Das Argument in Kürze:

In Großbritannien ist man den Umgang mit Rechtspopulisten seit Jahren gewohnt. Dementsprechend abgeklärt reagiert der britische Guardian auf den Erfolg der AfD. Ja, es sei beunruhigend, dass nun auch in Deutschland eine populistische Partei ins Parlament einziehe, ja die politische Landschaft werde nun polarisierter und auch ein Stück fragmentierter werden. Aber das sei noch lange kein Grund zur Panik. Deutschland ist eine gefestigte Demokratie – daran könne auch die AfD nichts ändern.

Die AfD sitzt im Bundestag. Aber nicht in der Regierung.

Sicher, die AfD werde jetzt so richtig laut werden. Und ungemütlich. Nun da die Populisten ihre Chance wittern, sich als Oppositionspartei zu etablieren, wird man lernen müssen, sich an sie zu gewöhnen. Aber deshalb müsse man noch lange nicht die Geister aus der Vergangenheit herauf beschwören. Wir schreiben nicht das Jahr 1933. Wir schreiben das Jahr 2017 – so die Devise des Guardian. Und Deutschlands Politik – im Gegensatz zu der Großbritanniens – wurde durch Rechtspopulisten nicht auf den Kopf gestellt. Deutschland ist eine gefestigte Demokratie überzeugter Befürworter der EU. Die AfD sitze nicht in der Regierung. Sie werde die Politik nicht aktiv mitgestalten und verändern. Im Gegenteil: Die AfD sei eine lose Versammlung karrierehungriger konservativer Rechter, eine politisch isolierte Insel populistischer Parolen. Kein Grund zur Sorge also. Keep cool.

Warum wir diesen Artikel empfehlen:

Wir haben diesen Meinungsbeitrag aus dem Guardian in die Debatte mitaufgenommen, weil er einen spannenden Gegensatz zu den besorgten Stimmen aus den USA bietet (siehe Artikel von Breitbart News). Nur weil Rechtspopulisten jetzt auch hierzulande große Erfolge verbuchen, heißt das noch lange nicht, dass Deutschland dem Untergang geweiht ist. Die Wahlanalyse ist nicht nur hervorragend geschrieben, sie offenbart auch, wie man in intellektuellen Kreisen im Vereinten Königreich auf die Wahlergebnisse blickt: ein kleines bisschen besorgt, aber ohne Panik und mit einem, wie wir finden, gesunden Realismus.

Wer steckt dahinter?

Redaktion The Guardian
Kommt aus:UK
Politische Position:Mitte-links
Arbeitet für/als:britische Tageszeitung, die 1821 gegründet wurde
Was Sie noch wissen sollten:Bei den British Press Awards wurde der Guardian 1999, 2006, 2011 und 2014 zur „Zeitung des Jahres“ gewählt. Die Zielgruppe der Zeitung sind insbesondere die „linksliberalen, progressiven, intellektuellen Großstädter […] Akademiker, Kulturschaffenden und Studenten“.
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