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Der Erfolg der AfD ist ein gesunder Weckruf für Deutschland
Der Erfolg der AfD ist ein gesunder Weckruf für Deutschland
(Foto: Public_Domain_Photography | Pixabay | CC0 Public Domain )

Das Argument in Kürze:

Journalist Robin Kittelmann hält nichts von Panikmache. Der Erfolg der AfD sei kein Drama. Sondern eigentlich ziemlich gut für Deutschland, wenn es der etablierten Politik gelinge die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Denn die AfD zwingt die etablierten Parteien dazu sich politisch zu erneuern.

Die etablierten Parteien müssen jetzt raus aus der Komfortzone

Dass die AfD in den Bundestag zieht – das ist gar nicht mal unbedingt so schlecht, befindet Robin Kittelmann. Und zwar nicht, weil er selbst AfD-Befürworter ist. Und auch nicht, weil er, wie Roberto De Lapuente von den Neulandrebellen der Auffassung ist, dass die AfD sich jetzt abschafft, wenn sie in den Bundestag kommt. Nein, Robin Kittelmann betitelt seinen Kommentar „Panikmache vor der AfD ist dumm“, weil er der Auffassung ist, dass der Einzug der AfD ein wichtiger Weckruf ist für dieses Land. Zu lange habe die Bundespolitik die Partei der Wut und Angstbürger inhaltlich ignoriert. Nun zwinge die AfD die anderen Parteien aus der Komfortzone, sie müssten sich nun – ebenso wie die Medienlandschaft – tatsächlich inhaltlich mit der AfD befassen.

Die Zeit des Eigenlobs der großen Parteien sei damit vorüber. Und das ist gut so, befindet Robin Kittelmann. Die AfD werde nicht verschwinden, weil man sie verteufelt oder verschweigt. Dass die Partei jetzt in den Bundestag einzieht, sei demnach gesund für dieses Land. Weil es die Deutschen aufrüttelt und weil nun vielleicht die Probleme und Sorgen von Bevölkerungsgruppen, die sich in den vergangenen Jahren nicht angemessen repräsentiert gefühlt haben, inhaltlich angegangen werden.

Warum wir diesen Artikel empfehlen:

Robin Kittelmanns Beitrag ist eine Bereicherung für die Debatte, weil er den Weg bereitet für konstruktive Lösungen. Anstatt sich in Sorgen und Panik zu verlieren, rät Kittelmann zu einem pragmatischen Umgang mit der Protestpartei und zu einer Politik, die die Ängste und Sorgen der Bevölkerung ins Zentrum rückt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Kommentatoren wie Kittelmann und De Lapuente Recht behalten und Protestwähler der AfD den Rücken kehren, sobald es an die Inhalte geht.

Wer steckt dahinter?

Robin Kittelmann
Kommt aus:Deutschland
Politische Position:Mitglied der “PARTEI” (Die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative; eine 2004 von Redakteuren des Satiremagazins Titanic gegründete deutsche Kleinpartei mit parodistischem Charakter)
Arbeitet für/als:Journalist, schreibt für NOIZZ
Was Sie noch wissen sollten:NOIZZ ist ein neues Online-Portal, das von Bild und Ringier Axel Springer Media gestartet wurde. Es berichtet "zeitgemäß, persönlich und überraschend über alles, was die urbane und digital vernetzte Zielgruppe bewegt". Das reicht von Mode und Lifestyle über Street-Art und Hip-Hop bis zu Politik und Gesellschaft
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