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Es wird keine militärische Lösung geben
Es wird keine militärische Lösung geben
(Foto: UNMISS | Flickr | CC BY-NC-ND 2.0 )

Nach mehr als vier Jahren blutigen Auseinandersetzungen und einem gescheiterten Friedensabkommen scheint eine Schlichtung des Konflikts zwischen den jetzigen Führern der verfeindeten Parteien so gut wie aussichtslos, argumentiert der US-Außenpolitikexperte Andrew Natsios, der von 2006 bis 2007 Sonderbeauftragter der US-Regierung für den Sudan war. Zu viel Glaubwürdigkeit hätten sie verloren, um ihnen ein ernsthaftes Interesse an der friedlichen Beilegung des Konflikts abzunehmen. Auch eine auf Druck der internationalen Staatengemeinschaft beschlossene Friedensvereinbarung würde ohne die breite Unterstützung in der lokalen Bevölkerung nicht funktionieren. Die Lösung könne nur in einem politischen Neuanfang liegen.

Wie die politische Lösung aussehen sollte

Da aus der Perspektive von Natsios keine der Konfliktparteien militärisch die Oberhand behalten können, die jetzigen Führer ihre Glaubwürdigkeit verspielt haben und auch von außen erzwungene Friedensabkommen keine Wirkung gezeigt haben, bleibe nur ein einziger Weg nach vorne: Lokalpolitiker aus dem Südsudan, die im Konflikt bisher noch nicht groß in Erscheinung getreten sind, müssen die Chance bekommen eine politische Übereinkunft zu verhandeln. Dabei sollen außenstehende Staaten und internationale Organisationen in erster Linie unterstützend auftreten und nach der Unterzeichnung eines solchen Friedensabkommens die rechtmäßige Umsetzung überwachen, sich aber nicht in die inneren Auseinandersetzungen einmischen. Solch ein Vorgehen nähme sich die Friedensfindung nach dem Sudan-Bürgerkrieg im Jahr 2005 zum Vorbild.

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