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Ein Hauptgrund für diesen Krieg ist das korrupte Militär
Ein Hauptgrund für diesen Krieg ist das korrupte Militär
(Foto: Mark Knobil | Wikipedia Commons | CC BY 2.0 )

Das Argument in Kürze:

Der britische Wissenschaftler Alex de Waal analysiert den Konflikt im Südsudan mit der Brille eines Experten, der sich seit Jahrzehnten mit Krieg, Zerstörung und Politikwechsel auf dem afrikanischen Kontinent beschäftigt hat. Sein Fazit: Im Südsudan geht es nicht primär um ethnische Konfliktlinien. Die Verschiedenheit der Völkergruppen, die auf engstem Raum innerhalb derselben Staatsgrenzen leben, sind nicht per se der Grund dieses grausamen Krieges. Vielmehr ist der Bürgerkrieg den schwachen staatlichen Institutionen, dem unprofessionellen Militär und den korrupten Eliten zuzuschreiben.

In Wahrheit geht es nicht um einen Konflikt zweier Ethnien

Oberflächlich gesehen könnte man denken es geht im Südsudan um den Konflikt zwischen zwei ethnischen Gruppen: Den Kampf zwischen den Dinka (die Mehrheitsgruppe, die den amtierenden Präsidenten Kiir unterstützt) und den Nuer, deren Hauptgegner. Wenn man sich aber nun die Kräfteverhältnisse in verschiedenen Regionen im Südsudan im Detail anschaut, dann fällt auf, dass es auch kleinere Gruppen von der ethnischen Minderheit der Nuer gibt, die den Präsidenten unterstützen. Genauso gibt es auf der anderen Seite Dinka-Gruppen, die sich gänzlich aus dem Konflikt heraushalten, oder sogar mit der Nuer-Opposition sympathisieren. Das zeigt: der Konflikt ist in Wahrheit kein ethnischer,

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