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Der Bürgerkrieg im Südsudan ist ein ethnischer Konflikt
Der Bürgerkrieg im Südsudan ist ein ethnischer Konflikt
(Foto: Trocaire | Flickr | CC BY 2.0 )

Seit 2013 tobt im jüngsten Staat der Erdgeschichte ein blutiger Bürgerkrieg zwischen den Anhängern von Präsident Salva Kiir und seinem vormaligen Vizepräsidenten Riek Machar. Von den rund 12 Millionen Einwohnern des Südsudan sind während des Konflikts laut UN-Angaben mehr als 50.000 Menschen getötet worden, mehr als 1,5 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Die Journalistin Jennifer Williams erklärt in einem umfassenden Beitrag für VOX News, warum die Fraktionen sich bekriegen: Die politische Konfliktlinie verlaufe entlang tief sitzender ethnischer Spannungen zwischen den zwei größten der vielen ethnischen Gruppen des Landes, den Dinka und Nuer.

Gemeinsam für die Unabhängigkeit

Vor der Unabhängigkeit gehörte Südsudan zum Staatsgebiet des Sudan: ein Land, das nicht nur bei der Verteilung von Rohstoffvorkommen, sondern auch von der religiösen Zusammensetzung schon immer stark gespalten war: mit dem Süden, rohstoffreich und christlich dominiert, und dem Norden (dem heutigen Sudan) verhältnismäßig rohstoffarm und muslimisch. Das führte in der Geschichte des Sudan zu einem mehr als zwanzigjährigen Bürgerkrieg, der aufgrund großer Bemühungen der USA, der UN und der Intergovernmental Authority on Development (IGAD), einer Organisation aus nordostafrikanischen Staaten mit Sitz in Dschibuti, im Jahr 2005 zu einem Friedensvertrag und schließlich zu dem mit 99 Prozent der Stimmen beschlossenen Unabhängigkeitsreferendums des Südsudans führte.

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