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Eine Einheitskasse fördert die Ungleichheit zwischen reichen Patienten und dem Rest der Bevölkerung
Eine Einheitskasse fördert die Ungleichheit zwischen reichen Patienten und dem Rest der Bevölkerung

Das Argument in Kürze:

Eines der Hauptargumente für eine Bürgerversicherung ist, dass sie für alle Patienten einen gerechten Rahmen bietet: Alle zahlen in einen Topf, alle bekommen dieselbe Leistungspalette – so die Idee. Die Studie von Verena Finkenstädt für den Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) allerdings zeigt, dass Einheitskassen de facto aber nicht auf diese Weise funktionieren: Im europäischen Vergleich ist das bestehende deutsche System aus Privater und Gesetzlicher Krankenversicherung für Patienten wesentlich gerechter als das Einheitskassensystem in den Nachbarstaaten. Denn Einheitskassensysteme verführten reiche Patienten dazu mehr und mehr über Privatrechnungen zu bezahlen.

In Ländern mit Einheitskassen entsteht eine Zweiklassengesellschaft

Wenn wir hier in Deutschland eine Einheitskasse einführen, könnte das die bestehende Ungleichheit zwischen wohlhabenden Patienten und dem Rest der Bevölkerung verstärken und nicht abschwächen, wie Befürworter einer Bürgerversicherung sich erhoffen. Wie es zu dieser Dynamik kommen kann, zeigt ein Blick ins Ausland: Menschen, die in Nachbarländern mit einer Einheitskasse (wie Frankreich oder Großbritannien) mehr Geld zur Verfügung haben, wählen  eine einfache Lösung, wenn sie Wartezeiten als zu lange oder Behandlungen als nicht angemessen empfinden: Sie lassen sich auf private Rechnung behandeln, also ganz unabhängig von jedem Krankenkassentopf.

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