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Migrationspartnerschaften mit Afrika verletzen die Grundrechte von Flüchtlingen
Migrationspartnerschaften mit Afrika verletzen die Grundrechte von Flüchtlingen
(Foto: Mstyslav Chernov | Wikimedia Commons | CC BY-SA 4.0 )

Das Argument in Kürze:

Deutschland setzt im Kampf um die Kontrolle und Reduzierung von Migration auf enge Kooperation mit afrikanischen Transitstaaten wie Mali, Niger und Äthiopien. Seit März 2017 auch mit Ägypten. Das Kalkül: Flüchtlinge bereits daran zu hindern auf ihrer Flucht nach Europa überhaupt bis zu den Schlepperbanden in Libyen durchzukommen. Der hohe Preis der Abschottung, so Auslandskorrespondent Sofian Philip Naceur, sind die desaströsen Lebensbedingungen der Flüchtlinge, die auf Geheiß Deutschlands und der Europäischen Union im repressiven Ägypten festgehalten werden.

Die Lage in Ägypten ist katastrophal und miserabel

Naceur berichtet von miserablen Lebensbedingungen für all jene Flüchtlinge, die auf ihrem Weg nach Europa in Ägypten aufgegriffen werden. Sie haben keine Lebensperspektive und bekommen von staatlicher Seite keinerlei Schutz. Im Gegenteil: Viele Geflüchtete werden auf überfüllten Polizeiwachen oder in Haftanstalten festgehalten. Ohne ärztliche Versorgung leiden die Geflüchteten auch wegen der schlechten Belüftung an Atemwegserkrankungen und Krätze. Auf 25 Quadratmetern drängen sich laut Hilfsorganisationen bis zu 60 Menschen. Raus aus dem Gefängnis kommen die Geflüchteten nur, wenn sie freiwillig in ihre Heimat zurückkehren – und für die Kosten des Fluges selbst aufkommen können.

Die Bundesregierung baut auf Ägypten als Migrationspartner

Die Bundesregierung äußerte sich zwar „besorgt“ über die menschenrechtliche Lage in Ägypten.

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