Wer sind überhaupt “die Reichen”?
Wer sind überhaupt “die Reichen”?

Das Argument in Kürze:

Umverteilung soll gravierende materielle Unterschiede innerhalb einer Gesellschaft ausbügeln. Doch wen trifft die Umverteilung eigentlich? In den meisten Beiträgen ist schlicht von “den Reichen” oder “den Superreichen” die Rede. Wer ist das in Deutschland überhaupt? Brigitte Unger, Professorin für Finanzwissenschaft an der Universität Utrecht, argumentiert, dass wir das gar nicht so genau wissen.

Vermögen soll endlich statistisch erfasst werden

Die Reichtumsforschung läuft häufig über Umfragen – Millionäre und Multimillionäre nehmen daran aber eher selten teil. Und wenn doch, könnten viele den genauen Umfang ihres Reichtums gar nicht angeben. Gerade diese Top 0,5 oder 0,1 Prozent der Bevölkerung sind jedoch ein wesentlicher Faktor, durch den sich die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter öffnet. Unger plädiert deshalb für eine genaue, statistische Erfassung von Vermögen in Finanzen, Immobilien und Offshore-Anlagen. Technisch sei dies auch längst möglich, durch internationalen Datenaustausch und zentrale Bankregister.

Warum wir diesen Beitrag empfehlen:

Brigitte Ungers Beitrag macht auf ein grundsätzliches Problem in der Debatte um mehr Umverteilung aufmerksam. Ohne die präzise Beantwortung der Frage, wen die Umverteilung überhaupt treffen soll, ist eine Umsetzung von konkreten Plänen sehr schwierig.

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