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Umverteilung bringt nichts gegen Ungleichheit
Umverteilung bringt nichts gegen Ungleichheit

Das Argument in Kürze:

Umverteilung bringt nichts. Zumindest nicht, um Vermögensungleichheit nachhaltig zu reduzieren. Um Ungleichheit zu bekämpfen, müsste man stattdessen mehr in Demokratie, Bildungschancen und gute Arbeitsbedingungen investieren. Das betont Gert G. Wagner, ein Vorstandsmitglied des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung.

Superreichtum hat keinen Einfluss auf das Leben anderer

Ist eine Konzentration von Vermögen in den Händen einiger Weniger überhaupt schädlich für die Lebensbedingungen der Gesamtheit? Wagner findet: Absolut nicht. Damit stellt er eine der wichtigsten Grundannahmen der Umverteilungs-Befürworter in Frage. Er argumentiert, dass große Vermögen vor allem von den Finanzmärkten abhängen. Wenn ein Börsencrash diese Vermögen dezimiert und somit die soziale Ungleichheit verringert, geht es den Armen nicht unbedingt besser, sondern eher schlechter. Darüber hinaus kommt es auch darauf an, wie Reiche den Einfluss ihres Vermögens nutzen. Die BMW-Großaktionäre Susanne Klatten und Stefan Quandt setzen sich beispielsweise ganz bewusst für gute Arbeitsbedingungen ein. Im Gegensatz dazu pflegen chinesische Milliardäre laut Wagner “faktische Sklavenhaltung”. Umverteilung – zum Beispiel durch höhere Reichensteuern – hätten in einer solchen Situation keinen Einfluss. Stattdessen sollte man die gesellschaftliche Struktur grundlegend ändern.

Warum wir diesen Beitrag empfehlen:

Mit seinem Beitrag rüttelt Wagner an den Grundfesten der gesamten Debatte um mehr Umverteilung.

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