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Wir müssen die Daten, die wir haben, besser nutzen
Wir müssen die Daten, die wir haben, besser nutzen
(Foto: Global Access Point | Wikimedia Commons | CC0 Public Domain )

Das Argument in Kürze:

In der ewigen Debatte um Bürgerrechte und Massenüberwachung wird ein wichtiger Punkt übersehen, findet Dr. Reinhard Kreissl: Unabhängig davon, ob man Massenüberwachung normativ für gut befindet, ist es einfach nicht praktikabel. Mit Big Data lassen sich Terroranschläge nicht vorhersehen. Denn Terroranschläge sind Einzelfälle, und Big Data zeigt Trends an. Das ist ein bisschen wie bei kochendem Wasser. Man kann sagen, ab wieviel Grad das Wasser allgemein zu kochen beginnt, aber es ist unmöglich vorherzusehen, wo genau die Bläschen an der Wasseroberfläche aufpoppen. Mehr Überwachung und Datensammelwut bringt also nichts, um Einzeltäter zu finden. Lieber sollte man sich überlegen, wie Menschen die vorhandenen Daten in den Nachrichtendiensten besser nutzen und wie die Kommunikationswege verbessert werden, damit man ein besseres Frühwarnsystem für Terrorismus entwickelt.

Die Vergangenheit zeigt, wie wenig Big Data bringt

 Der 11. September ist das prominenteste Beispiel: Informationen über die Täter lagen den Geheimdiensten vor, aber innerhalb der Organisationen wurde die Information nicht richtig interpretiert. Die Anschläge auf den Boston Marathon sind ein weiteres Beispiel, man hatte so viel Wissen über den Hauptverdächtigen Tamerlan Tsarnev bereits lange vor den Anschlägen gespeichert.

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