Zurück zur Debattenübersicht
Wie beurteilen Experten Überwachung durch elektronische Fußfesseln?
Wie beurteilen Experten Überwachung durch elektronische Fußfesseln?
(Foto: Unknown | Max Pixel | CC0 Public Domain )

Das Argument in Kürze:

Im April hat der Bundestag beschlossen elektronische Fußfesseln auch für Gefährder einsetzen zu dürfen. Als Reaktion auf den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz  und die gestiegene Terrorgefahr auch in Deutschland. Die Idee der Fußfessel: Mittels eines GPS-Senders wird der Aufenthaltsort der Träger ständig an die überwachende Behörde gesendet. Das soll als Teil eines größeren Maßnahmenpakets zur Sicherheit beitragen. Doch wie sind elektronische Fußfesseln zu bewerten? Die Journalistin Madeleine Wegner fasst die Ergebnisse einer Studie von Tübinger Kriminalwissenschaftlern von 2016 – also aus einer Zeit, in der Fußfesseln noch nicht für Gefährder eingesetzt worden sind – zusammen.

Mehr Arbeit für Bewährungshelfer, unklarer Nutzen

Die Kriminologen um den Leiter der Studie Jörg Kinzig haben Experten aus allen Bundesländern befragt: darunter Beamte aus der Polizei und der Justiz sowie Bewährungshelfer. Herausgekommen ist dabei unter anderem, dass die rund um die Uhr stattfindende Überwachung der Menschen, die eine elektronische Fußfessel tragen, einen erheblichen Mehraufwand für die Behörden darstellt. „Besonders der Bewährungshilfe und der Führungsaufsichtsstellen beschere die elektronische Fußfessel deutlich mehr Arbeit – durch viele eingehende Alarmmeldungen, die dann auch bearbeitet werden müssten“, erklärt Wegner. Das Tragen der Fessel schränke außerdem die Grundrechte der Betroffenen stark ein und es konnte bisher nicht abschließend nachgewiesen werden,  

Möchten Sie die ganze Bandbreite haben?

Jetzt einen Monat The Buzzard PRO kostenfrei testen und direkt weiterlesen!

Probemonat beginnen Schon dabei? Anmelden
Bitte anmelden um Zugriff auf diese Seite zu erlangen.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.