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Überwachung führt zu Selbstzensur und unterdrückt kritische Stimmen
Überwachung führt zu Selbstzensur und unterdrückt kritische Stimmen
(Foto: skeeze | Pixabay | CC0 Public Domain )

Das Argument in Kürze:

Überwachung ist eigentlich dazu gedacht, Terrorakte zu verhindern. Die Amnesty International-Mitarbeiterin Ineke Sass argumentiert jedoch, dass Überwachung vor allem die normale Bevölkerung trifft und erheblich einschränkt. Weil die Bevölkerung weiß, dass sie überwacht wird, stellt sich laut der Autorin der sogenannte “chilling effect” ein, der bestimmte Verhaltensweisen unterbindet, die eventuell zu negativen Konsequenzen führen könnten. Konkret würden Menschen weniger über politisch heikle Themen sprechen oder diese recherchieren, wenn ihre Meinung nicht dem allgemeinen Konsens entspricht.

Studien belegen den Trend zur Selbstzensur

Anhand von vier Studien veranschaulicht die Amnesty-Aktivistin, dass Menschen im Angesicht von Überwachung ihre Verhaltensweisen ändern. In einer Studie des Literaturverbandes PEN zum Beispiel gaben 24 Prozent der befragten Autoren an, gewisse Themen nicht gerne über E-Mail oder Telefon zu besprechen. 16 Prozent würden sich auch nicht in der Öffentlichkeit zu solchen Themen äußern wollen. Eine Studie des Massachusetts Institute of Technology (MIT) ergab zudem, dass immer mehr Menschen davon absehen, bestimmte Begriffe in Suchmaschinen einzugeben. Das Besondere bei diesen Ergebnissen sei, dass dieser Trend zur Selbstzensur besteht, obwohl die meisten Menschen nach dem NSA-Skandal und den Enthüllungen Snowdens mit der Haltung “Ich habe nichts zu verbergen” aufwarteten.

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