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Die NSA-Überwachung hat bisher nichts genutzt
Die NSA-Überwachung hat bisher nichts genutzt
Foto: Anonymous | Wikimedia Commons | CC0 Public Domain

Das Argument in Kürze:

Politiker in den USA haben mehrfach betont, wie wichtig die Abhörporgramme nach dem 11. September waren, um Terroranschläge zu vereiteln. Es wurde behauptet, dass mindestens in 54 Fällen Terrorangriffe verhindert wurden, weil man auf die Daten von Überwachungsprogrammen zurückgegriffen habe. Die Wissenschaftler Bailey Cahall, Peter Bergen, David Sterman und Emily Schneider zeigen, dass diese Aussage auf keinerlei faktischer Basis beruht. Die Wissenschaftler bezweifeln, dass Big Data für die National Security Agency (NSA) in der Vergangenheit tatsächlich hilfreich war.

Der Effekt massenhafter Telefonabhörungen ist, wenn überhaupt, nur marginal

Die US-Regierung hat seit dem 11. September große Telefon-Überwachungskampagnen gestartet. So wurden zum Beispiel massenweise Telefonnummern, Anrufzeiten und Empfänger von Anrufen und Textnachrichten in einer zentralen Datenbank gespeichert. Diese Datenbank habe innerhalb der USA den Verlauf von Terrorismus-Fällen nur zu 1.8 Prozent beeinflusst und im Ausland nur zu 4.4 Prozent. Die Abhörung von US-Amerikanischen Telefon- Metadaten habe an sich überhaupt keinen feststellbaren Effekt gehabt. Und selbst bei Einzelfällen, die die US-Regierung als gute Beispiele für den Erfolg von Big Data lobe, seien die eigentlichen Untersuchungen überhaupt nicht in Verbindung mit den Abhördaten losgetreten worden, sondern erst sehr viel später.

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