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Anlasslose Überwachung führt nicht zu mehr Sicherheit
Anlasslose Überwachung führt nicht zu mehr Sicherheit
(Foto: succo | Pixabay | CC0 Public Domain )

Das Argument in Kürze:

Überwachung gilt als der Sicherheitsgarant schlechthin – und gerade in Zeiten von Terrorgefahr werde vor Wahlen genau davon gerne mehr gefordert. So wie zuletzt geschehen, als auf der Innenministerkonferenz vom 12. Juni 2017 Bundesinnenminister Thomas de Maizière und der Bayrische Innenminister Joachim Herrman unter anderem automatische Gesichtserkennung und bundesweite Schleierfahndung gefordert haben. Dabei sei es ein großes Problem, so der Journalist Sebastian Heinrich in einem Kommentar für die Mittelbayrische Zeitung, wenn der Staat Bürger überwacht und kontrolliert, ohne dass es einen Anfangsverdacht gibt.

Das hat laut Heinrich zwei Gründe:

Mehr Überwachung alleine führt nicht zu mehr Sicherheit

Das aktuellste Beispiel dafür, dass Überwachung alleine nicht mehr Sicherheit bringt, ist der Fall Anis Amri. Der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt im Dezember 2016 war den Behörden bekannt und wurde nur nicht rechtzeitig dingfest gemacht. Ebenso sei es bei sämtlichen islamistischen Attentätern gewesen, die seit 2014 terroristische Anschläge verübt haben, so Heinrich. Zwar führe die Schleierfahndung in Bayern zu weniger Wohnungseinbrüchen als in Nordrhein-Westfalen, wo es keine Schleierfahndung gibt, allerdings sei das eigentliche Problem ein anderes: Die Polizei und Justiz brauchen mehr Personal.

Mehr Überwachung hat giftige Nebenwirkungen

Hinzu kommt,

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