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Die Hamas ist nun kompromissbereiter als die israelische Regierungspartei Likud
Die Hamas ist nun kompromissbereiter als die israelische Regierungspartei Likud
Foto von: Trango.Veröffentlicht auf: Wikimedia Commons. Unter: CC BY 3.0.

Das Argument in Kürze: Der türkische Forscher Mustafa Fatih Yavuz findet: Das neue Programm der Hamas gibt viel politischen Spielraum für neue Kompromisse. Wenn Israel und die internationale Staatengemeinschaft nun nicht darauf eingehen, dann zeigt das, wie wenig sie zu Kompromissen bereit sind. Mustafa Fatih Yavuz nennt drei Gründe, warum das neue Programm viel verändert: 1. Die Hamas hat sich offiziell von ihren Verbindungen zur Muslimbruderschaft losgesagt. Damit könnten sich die  zunehmend angespannten Beziehungen zu Ägypten endlich entspannen, die seit der Machtgreifung des säkularen ägyptischen Präsidenten al-Sisi zunehmend angespannt waren. 2. Die Hamas macht im neuen Programm klar, dass sich ihr Kampf nicht gegen das Judentum als Religion richtet. Sondern gegen das zionistische Projekt des israelischen Staates. Es geht zwar nicht aus dem Programm hervor, ob diese Unterscheidung auch Einfluss auf die Strategie der Hamas nehmen wird. Aber zumindest – und das ist ein großer Schritt für eine ehemals radikal-islamistische Bewegung – kehrt die Hamas damit antisemitischen Kampfbegriffen den Rücken zu.

Dass die Hamas im neuen Programm die israelisch-palästinensischen Grenzen von 1967 akzeptiert, bedeutet implizit auch, dass eine Lösung mit einem israelischen Staat nun denkbar ist. Das macht den Weg frei für Kompromisse.

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