Zurück zur Übersicht
Die EU ist noch lange nicht gerettet, nur weil Macron Präsident wird
Die EU ist noch lange nicht gerettet, nur weil Macron Präsident wird

Von allen Seiten prasseln Glückwünsche von europäischen Spitzenpolitikern auf ihn ein. Siegessicher und zuversichtlich zeigen sie sich allesamt, von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, Außenbeauftragte Federica Mogherini bis zum Pressesprecher der Deutschen Bundesregierung Steffen Seibert: Dass er, der ausdrücklich pro-europäische Kandidat Emmanuel  Macron, die französischen Präsidentschaftswahlen gewinnen wird und den Irrfahrten in die Tiefen des Rechtspopulismus ein Ende bereitet. Doch genau diese Freude über den erwarteten Sieg des Kandidaten Macron, so der griechische Journalist Nick Malkoutzis, komme deutlich verfrüht.

Der Grund: Erstens sei die Wahl noch nicht entschieden: Marine Le Pen könne trotz der guten Aussichten für Macron immer noch Präsidentin werden. Insbesondere, wenn eine große Menge linker Wähler sich entschließe, sich zu enthalten. Und zweitens zeigt das die mangelnde Bereitschaft der EU, sich mit ihren Problemen und den Positionen der Kritiker ernsthaft auseinanderzusetzen. Genau deshalb müsse man sich aber schon heute um die nächsten Wahlen in fünf Jahren sorgen. Denn, wenn EU-Skepsis, Zuwanderung und innere Sicherheit weiterhin als Themen relevant bleiben und die EU sich nicht grundsätzlich verändert, wird der Front National unter Le Pen wahrscheinlich nur noch gefährlicher für etablierte Parteien.

Den jetzt schon großen Erfolg des anti-europäisch eingestellten Front National in Frankreich zu unterschätzen, wäre daher ein Fehler.

Möchten Sie die ganze Bandbreite haben?

Jetzt einen Monat The Buzzard PRO kostenfrei testen und direkt weiterlesen!

Probemonat beginnen Schon dabei? Anmelden
Bitte anmelden um Zugriff auf diese Seite zu erlangen.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.