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Drei Gründe für den Erfolg der Rechtspopulisten in den Niederlanden
Drei Gründe für den Erfolg der Rechtspopulisten in den Niederlanden
(Foto: Ziko | Wikimedia | CC BY-SA 3.0)

Die Niederlande haben eine lange Tradition als liberales, weltoffenes Land. Dennoch haben die Rechtspopulisten in den letzten 15 Jahren stark gewonnen. Bei den Parlamentswahlen am 16. März ist Geert Wilders‘ PVV zweitstärkste Kraft geworden; mit 13 Prozent der Wählerstimmen holte sie 20 Sitze im Parlament. Das sind fünf Sitze und knapp drei Prozentpunkte mehr als bei der letzten Wahl. Wie lässt sich diese Entwicklung erklären?

In einer auch noch heute vielzitierten Fallstudie über den Erfolg populistischer Parteien in den Niederlanden aus dem Jahr 2011 führt der Wissenschaftler Stijn van Kessel das immer bessere Abschneiden der Rechtspopulisten auf drei Entwicklungen zurück: erstens die niedrigere Parteiidentifikation anhand klassischer gesellschaftlicher Konfliktlinien, zweitens die geringe Bereitschaft etablierter Parteien auf neu aufkeimende Sorgen innerhalb der Bevölkerung einzugehen und drittens das professionelle und glaubwürdige Auftreten rechtspopulistischer Parteien, insbesondere der Partei von Geert Wilders.

Aber der Reihe nach. In den Niederlanden war es wie in vielen anderen europäischen Staaten in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg üblich, Stimmen für Parteien gemäß der religiösen Einstellung und der Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Klasse zu verteilen. Diese starke Verquickung von sozialer Herkunft sowie der Position in der Gesellschaft mit der Wahlentscheidung spielt heute allerdings kaum noch eine Rolle.

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