Zurück zur Debattenübersicht
Die Unterstützung für Wilders zeigt: Die niederländische Demokratie erwacht zum Leben.
Die Unterstützung für Wilders zeigt: Die niederländische Demokratie erwacht zum Leben.
(Foto: Tom Morris | Wikimedia | CC BY 3.0)

Wo andere von Untergang sprechen, schreibt Douglas Murray von Hoffnung: Für ihn ist der Erfolg von Geert Wilders kein Schreckensszenario. Für ihn ist es das Symbol für Bürgerwillen, für Partizipation, für gelebte Demokratie.

Questions about when the Dutch became illiberal miss the point that this is a revolt in defence of liberalism rather than against it.

Murray zitiert Umfrageergebnisse aus den letzten Jahren und schreibt vom Erstarken von Wilders‘ Bewegung. Für Murray sind die Gründe klar ersichtlich: Ein großer Teil in der niederländischen Bevölkerung habe seit Jahren immer wieder gezeigt, wie unzufrieden sie mit der Politik der etablierten Parteien sind. Wieder und wieder seien die gewaltigen Ängste in der Bevölkerung zum Vorschein getreten: Bürger fürchteten sich davor, dass die nationale und liberale Tradition in die Niederlanden verloren gehe, unterzeichneten Petitionen, wählten aus Protest. Und über Jahre hinweg sei den etablierten Parteien nichts Besseres eingefallen, als freundlich zu nicken und dann darüber hinwegzusehen. So als gäbe es diese Ängste nicht. So als handele es sich um die Auffassung einer kleinen radikalen Minderheit:

Once again, the Dutch government effectively told the people: ‘You spoke? So what?’

Auch Wilders, der aus Sicht von Murray nichts anderes tue, als diesem Volkswillen Ausdruck zu verleihen, werde nicht ernstgenommen. Er werde dämonisiert. Die Perspektive Murrays Text ist sehr lesenswert, denn aus unserer Sicht spricht er eine spannende Kontroverse an: Wie weit ist Demokratie mit der Freiheit ihrer Bürger vereinbar? Oder in anderen Worten: Wie sehr muss der demokratische Wille der vielen Niederländer, die wütend sind, weil sie das Gefühl haben nicht mehr gehört zu werden, repräsentiert werden, wenn er mit den Grundrechten und Freiheiten anderer Menschen in Konflikt steht? Warum dabei auch die niederländischen Gerichte eine wichtige Rolle spielen, das erfahrt ihr im Originalartikel.

Wer steckt dahinter?

Douglas Kear Murray
Kommt aus:Großbritannien
Politische Position:Neokonservativ, Islam-Kritiker
Arbeitet für/als:Schriftsteller, Journalist, Mitherausgeber von The Spectator.
Was Sie noch wissen sollten:Murray bezeichnet “Islamophobie” als „unsinnigen Begriff“, da es „eine beträchtliche Anzahl an Gründen gibt einige – obwohl sicherlich nicht alle – Aspekte und Versionen des Islam zu fürchten.“
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.